

Bei der Dichtheitsprüfung werden komplett montierte Gelenke unter dem Einfluss verschiedener Medien (Klarwasser, Salzwasser, Schmutzwasser o.a.) und Klimate bei gleichzeitiger Kipp- und Drehbewegung mit den jeweiligen Prüfparametern beaufschlagt. Während der Befeuchtung kann die Sprühdüse relativ zum Gelenk bewegt werden. Die WPM GmbH hat für die Durchführung von Umweltsimulationstests an Fahrwerksgelenken in den vergangenen Jahren zwei Typen von Dichtheitsprüfmaschinen entwickelt und gebaut. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der gleichzeitig zu prüfenden Gelenke. Die Dichtheitsprüfmaschine DPM4 ist für die Adaption von vier und die Dichtheitsprüfmaschine DPM6 für die Adaption von sechs Fahrwerksgelenken gleichzeitig konzipiert. Als Klimakammer kann wahlweise eine vom Typ KPK der Fa. Feutron Klimasimulation, Langenwetzendorf (D) in konventioneller Ausführung oder eine der Fa. Weiss Umwelttechnik, Reiskirchen (D) in GfK-Ausführung mit indirektem Temperierkreis gewählt werden.
Als Regelgeräte können hier ebenfalls die hauseigenen dynaSax-D2-Geräte eingesetzt, die sowohl die zwei Servomotorantriebe als auch den einen servopneumatischen Hubzylinder sowie die Klimaprüfkammer ansteuern, regeln, synchronisieren und überwachen.
Für die aktuellen Dichtheitsprüfmaschinen gelten nachfolgende Parameter:
● Drehwinkel bis max. ± 30° bei einer Drehfrequenz bis 1,0 Hz )*
● Kippwinkel bis max. ± 20° bei einer Kippfrequenz bis 3,0 Hz )*
● Der Toleranzbereich für die Kipp- und Drehwinkel beträgt ± 0,5°
● Prüftemperaturen im Bereich von -50°C bis +120°C mit
Anstiegsgeschwindigkeiten bis 2K/min im Bereich von –40 bis +90°C
● Luftfeuchtigkeit im Bereich von 10% bis 90% bei einer Temperatur von 10°C bis
+85°C
* Erreichbare Frequenzen sind in Grenzen anpassbar und abhängig von der eingesetzten Motor-Getriebe-Kombination sowie von der Größe der dynamischen Masse (Prüfteil + Adaption)
Eine weitere Form der Dichtheitsprüfung kann mit der Prüfvorrichtung für Unterwassertests SPM-1818 durchgeführt werden. Diese Prüfmaschine dient der Durchführung von Dichtheitsversuchen an Fahrwerkslenkern und -gelenken im Flüssigkeitsbad bei Temperaturen bis –20°C. Dabei können oszillierende Drehbewegungen in zwei Achsen für zwei Prüflinge erzeugt werden. Weiterhin können mit Hilfe einer Kraftbelastungseinrichtung Gehäusedeckelabdrücktests an Fahrwerksgelenken realisiert werden.

